Seidig glatte Haut am ganzen Körper kann ein ganz neues Lebensgefühl bewirken. Dazu gehört allerdings nicht nur die richtige Hautpflege, sondern auch eine regelmäßige Haarentfernung. In diesem Artikel erfährst du alles über die Top 6 Methoden zur Haarentfernung und welche Alternativen es zur klassischen Rasur gibt.

#1: Rasieren

Der Klassiker unter den Haarentfernungsmethoden ist und bleibt das Rasieren. Es geht (verhältnismäßig) schnell, ist kostengünstig und tut nicht weh. Hier kommen die Hard Facts zur klassischen Rasur:

Hauttyp:

Das Rasieren ist so ziemlich für jeden Hauttyp geeignet. Allerdings sollten Menschen mit trockener Haut besonders auf die Pflege der Haut während und nach der Rasur achten. Regelmäßiges Eincremen sollte auf der Tagesordnung stehen.

Kosten:

Rasieren ist günstig. Einer von vielen Gründen, weshalb die Rasur seit Jahren die gängigste Methode der Haarentfernung ist. Je nachdem wie hochwertig der Rasierer ist, variiert auch die Haltbarkeit und damit die Kosten.

Sowohl die Umwelt, als auch der Geldbeutel dankt es, wenn anstelle von Einwegrasierern auf hochwertigere Produkte mit austauschbaren Klingen gesetzt wird. Meist verursachen diese auch weniger Hautreizungen als die billigen Einwegrasierer.

Im Durchschnitt kostet ein Rasierer der mittleren Preisklasse zwischen 10 und 15 Euro. Die Klingen sind dabei günstiger. Da diese eine ganze Weile halten, kann man ungefähr mit 5 Euro pro Monat rechnen.

Schmerzen:

Rasieren ist in der Regel schmerzfrei. Vorausgesetzt natürlich, es handelt sich um ein hochwertiges Produkt und unterstützt die Haut während der Rasur mit einem Rasierschaum oder Ähnlichem.

Haltbarkeit:

Der größte Nachteil einer Rasur ist die Haltbarkeit. Je nachdem wie schnell das individuelle Haarwachstum ist, kommen bereits nach einem Tag die ersten Stoppeln wieder zum Vorschein. Spätestens nach dem dritten Tag muss aber nachrasiert werden.

Mein Tipp:
Oftmals hinterlässt der klassiche Rasierschaum ein trockenes Gefühl auf der Haut. Wer das vermeiden möchte und während der Rasur Reizungen und Schmerzen vermeiden möchte, der sollte anstelle von Rasierschaum zu Conditioner greifen. Dieser lässt den Rasierer leichter über dien Haut gleiten und trocknet diese nicht aus.

#2: Enthaarungscreme

Enthaarungscremes sind die chemische Alternative zur Rasur. Und darin steckt schon ein entscheidender Nachteil: Enthaarungscremes stecken voller chemischer Inhaltsstoffe, die unserer Haut beim besten Willen nicht guttun. Schließlich müssen die Inhaltsstoffe die Haarstruktur ja komplett auflösen – das kann kaum gesund sein. Enthaarungscremes sorgen dafür, dass die Keratinstruktur – aus der Haare ja bekanntlich bestehen – destabilisiertwird und sich folglich aus der Wurzel löst. Die Haare fallen ab und müssen nur noch mit Wasser abgespült werden.

Hauttyp:

Mit Enthaarungscremes sollen Reizungen, Irritationen und Pickelchen vermieden werden, die bei einer klassischen Rasur durch die Klingen entstehen können. Für Menschen mit einem empfindlichen Hauttyp, die schnell auf chemische Inhaltsstoffe reagieren, ist eine Haarentfernung mittels Enthaarungscremes nicht geeignet. Ebenso sollte eine Enthaarungscreme nicht im Intimbereich verwendet werden.

Kosten:

Die Kosten der Haarentfernung mit einer Enthaarungscreme variieren je nach Produkt. In der regel findet man Enthaarungscremes zwischen 2 und 8 Euro. Nach oben haben die Kosten allerdings Luft. Bis zu 30 Euro kann für eine Flasche Enthaarungscreme gezahlt werden. Ein weiterer entscheidender Nachteil: Eine Flasche ist schnell aufgebraucht, besonders wenn man größere Flächen wie Beine und Arme damit behandelt.

Schmerzen:

Die Haarentfernung mit einer Enthaarungscreme ist in der Regel schmerzfrei. Je nach Hauttyp kann es allerdings zu einem Kribbeln und Jucken während der Einwirkzeit kommen. Bestenfalls testet man vorab, ob die eigene Haut die chemischen Inhaltsstoffe der Enthaarungscreme verträgt um Hautreizungen und Irritationen vorzubeugen.

Haltbarkeit:

Die Haltbarkeit der Haarentfernung mit einer Enthaarungscreme ähnelt der einer Rasur. Da die Haare lediglich abfallen und nicht mit der Wurzel entfernt werden, wachsen sie je nach Haarwuchs innerhalb weniger Tage wieder nach.

#3: Epilieren

Neben der Rasur und der Haarentfernung mittels einer Enthaarungscreme, hat sich auch das Epilieren als eine gängige Methode der Haarentfernung etabliert. Mit einem Epiliergerät wird dabei über die zu behandelnden Stellen gefahren, wobei die Härchen einzeln aus der Wurzel gezogen werden.

Hauttyp:

Da beim Epilieren weder scharfe Klingen noch chemische Inhaltsstoffe zum Einsatz kommen, ist diese Methode der Haarentfernung für jeden Hauttyp geeignet.

Kosten:

Die Kosten eines Epilierers variieren je nach Anbieter. Es lohnt sich allerdings in jedem Fall auf ein qualitativ hochwertiges Produkt zu setzen, dass durchaus mehrere Jahre halten kann. In der Summe ist das Epilieren meist deutlich kostengünstiger, als die klassische Rasur. Epilierer kann man bereits ab 30 Euro erhalten. Nach oben hin ist preislich allerdings Luft.

Schmerzen:

Der wohl stärkste Nachteil dieser Enthaarungsmethode ist der Schmerzfaktor. Während einige Menschen nur ein leichtes Ziepen verspüren, haben schmerzempfindliche Nutzer deutliche Probleme mit dieser Haarentfernungsmethode. Besonders an Körperstellen wie Achseln oder Intimbereich, kann das Epilieren durchaus schmerzhaft sein.

Haltbarkeit:

Ein entscheidender Vorteil gegenüber Rasur und Enthaarungscremes ist die verlängerte Haltbarkeit. Die einzelnen Haare werden beim Epilieren mitsamt der Wurzel herausgezogen. Diese Haarentfernungsmethode kann bis zu vier Wochen Haarfreiheit schenken. Oftmals – besonders nach den ersten paar Anwendungen – können die Haare jedoch deutlich früher wieder sprießen.

Mein Tipp:
Vor dem Epilieren am besten heiß duschen. Dadurch werden die Poren geöffnet, was das Herausziehen der Haare weniger schmerzhaft macht. Ebenfalls gibt es Epilierer die zusätzlich über eine Kühlfunktion verfügen, was die Schmerzen während des Vorgangs ebenfalls etwas minimieren.

#4: Waxing

Waxing ist die kurz und knackig Methode des Epilierens. Dabei wird auf die zu enthaarenden Stellen Wachs aufgetragen, welches nach kurzer Abkühlzeit in einem Rutsch abgerissen wird. Dabei können zum Beispiel Kaltwachstreifen zum Einsatz kommen, die vorher kurz zwischen den Händen warmgerieben werden. In Kosmetikstudios wird allerdings meist auf die Warmwachsmethode gesetzt. Diese erlaubt es größere mengen Wachs zu schmelzen, was in der Summe sowohl kostengünstiger, als auch vorteilhaft der Umwelt gegenüber ist.

Hauttyp:

An sich ist das Waxing für jeden Hauttyp geeignet. Bei besonders trockener und schnell gereizter Haut ist jedoch etwas Vorsicht geboten. Eine ausreichende Pflege vor und nach der Behandlung ist dabei essenziell.

Kosten:

Die Kosten beim Waxing können stark variieren. Dabei ist es in der Regel immer kostengünstiger, das Waxing zuhause, anstatt in einem Kosmetikstudio durchzuführen. Letzteres kann je nach Studio für eine Ganzkörperenthaarung gerne mal Kosten im dreistelligen Bereich verursachen. Wer das Waxing selber machen möchte, hat die Wahl zwischen Kaltwachsstreifen, die es in der Regel für 3 bis 15 Euro pro Packung gibt, oder einer Behandlung mit Warmwachs. Dafür werden spezielle elektrische Waxinggeräte benötigt, die das Wachs in ihre flüssige Form bringen. Diese gibt es bereits ab 30 Euro und sind in der Summe um einiges kostengünstiger als die Kaltwachs Alternative.

Schmerzen:

Ein entscheidender Nachteil bei der Waxing Methode sind die Schmerzen. Wie beim Epilieren auch, werden die einzelnen Härchen mitsamt der Wurzel aus der Haut gerissen. Angenehm ist das nicht. Wer besonders schmerzempfindlich reagiert, muss entweder die Zähne zusammenbeißen, oder auf eine andere Enthaarungsmethode umsteigen. Ein Vorteil vom Waxing gegenüber dem Epilieren: Es geht kurz und – naja nicht unbedingt schmerzlos, bleiben wir bei kurz. Wie bei einem Pflaster.

Haltbarkeit:

Wie beim Epilieren auch, hält diese Methode der Haarentfernung deutlich länger als eine Rasur oder eine Behandlung mittels einer Enthaarungscreme. Je nachdem wie oft ein Waxing zuvor schon durchgeführt wurde und wie stark das Haarwachstum ist, kann einem die Methode des Waxings 2 bis 4 Wochen haarlose glatte Haut bescheren.

#5: Sugaring

Sugaring ist eine Haarentfernungsmethode, die es eigentlich schon seit Jahrtausenden gibt. Genau genommen haben schon die alten Ägypter diese Methode genutzt, um eine haarlose und glatte Haut zu bekommen. Bei uns ist das Sugaring allerdings noch relativ unbekannt. Bei dieser Methode wird eine zähflüssige Masse – auch Halawagenannt – aus Zucker, Zitronensaft und Wasser entgegen der Haarwuchsrichtung auf die zu behandelnden Stellen aufgetragen. Nach kurzem Abkühlen wird die Zuckerpaste – ähnlich wie beim Waxing – in einem Zug abgezogen.

Hauttyp:

Die Methode des Sugarings ist für jeden Hauttyp geeignet. Sie soll die Haut sogar weniger strapazieren, als es bei der Waxingmethode der Fall ist.

Kosten:

Die Kosten für die Zuckerpaste kosten je nach Anbieter zwischen 10 und 30 Euro. Die Paste für das Sugaring kann zwar mehrmals verwendet werden, jedoch bleiben – besonders bei der Enthaarung großer Stellen – schnell einige Haare in der Paste kleben, was um ehrlich zu sein, nicht sonderlich appetitlich ist.

Schmerzen:

Wie beim Waxing und beim Epilieren auch, wird beim Sugaring das Haar mitsamt der Wurzel aus der Haut gerissen. Jedoch soll die Haarentfernung mit Sugaring weniger schmerzhaft sein, als das Waxing. Grund dafür ist, dass die Zuckerpaste lediglich am Haar kleben bleibt und nicht zusätzlich beim Abziehen noch an der Haut reißt. Außerdem sollen nach der Sugaring Methode die Haare immer feiner nachwachsen, was die Schmerzen mit jeder Anwendung reduziert.

Haltbarkeit:

Die Sugaring Methode hat im Vergleich zum Waxing und Epilieren die längste Haltbarkeit. Die Härchen werden mitsamt der Wurzel aus der Haut gerissen und das um einiges präziser als beispielsweise beim Waxing, bei dem die Haare auch schnell mal einfach nur abgerissen werden. Bis zu 6 Wochen Haarfreiheit kann die Sugaring Methode garantieren.

Mein Tipp:
Wer sich auf Dauer die hohen Kosten für die Zuckerpaste sparen möchte, kann diese auch ganz einfach selbst herstellen. Dabei werden lediglich 1 Teil Wasser, 1 Teil Zitronensaft und 2 Teile Zucker benötigt. Das Ganze wird in einem Topf langsam erhitzt, bis es sich zu einer homogenen und zähflüssigen Masse gebildet hat. Et Voila – fertig ist die kostengünstige, eigene Sugaring Paste!

#6: IPL, Laser

Kommen wir zu den Hightech-Varianten der Haarentfernungsmethoden. Bei der IPL Methode – kurz für Intense Pulsed Light – wird Licht mit einer Wellenlänge von 380 – 1400 nm in Form von Lichtblitzen auf die Haut gestrahlt. Diese Lichtblitze dauern lediglich 20-100 ms, reichen aber bis in die Haarwurzeln, wobei das Melanin in den Haarfollikeln auf das Licht dieser Wellenlänge reagiert. Die Folge: Bei der Reaktion von Licht und Melanin entsteht Wärme, was dazu führt, dass das Haar genau an der Stelle der Haarwurzel verödet.

IPL und Laserbehandlungen sind im Groben recht ähnlich. Der Unterschied zwischen der IPL und der Laser Methode besteht darin, dass beim IPL mit mehreren Lichtspektren gearbeitet wird, um mehrere Haarwurzeln gleichzeitig zu veröden. Anders als beim Laser, bei dem lediglich mit einer Wellenlänge gearbeitet wird. Die Ergebnisse der IPL-Technik sind jedoch stark von der Hautpigmentierung abhängig. Während das Endergebnis bei der IPL-Methode insgesamt erst nach rund 30 Behandlungen auftritt, ist das Ergebnis mittels der Laser Methode schon deutlich früher – bereits nach 8-10 Behandlungen zu erreichbar.

Beide Methoden sollten nur von ausgebildeten Fachkräften durchgeführt werden.

Hauttyp (Haartyp):

Sowohl die Laser- als auch die IPL- Behandlung ist für jeden Hauttyp geeignet. Jedoch können sich diese Methoden bei Menschen mit besonders hellen Haaren als schwierig erweisen, da in extrem hellen, weißen oder grauen Haaren nur ein minimaler Anteil an Melanin vorhanden ist.

Kosten:

Die Kosten dieser Enthaarungsmethode sind mit Abstand der größte Nachteil. Je nach Studio und zu enthaarender Körperregion variieren die Preise. Bei einer Ganzkörperenthaarung können die Kosten allerdings durchaus bis weit in den vierstelligen Bereich reichen.

Schmerzen:

In der Regel sind sowohl bei der Laser- als auch bei der IPL- Methode keine besonders starken Schmerzen zu erwarten. Es kann jedoch sein, dass bei nach den Wärmeimpulsen ein leichtes Ziehen oder Pieksen zu spüren ist, an der Stelle, an der sich das Haar um einige Grade erhitzt.

Haltbarkeit:

Die Haltbarkeit ist der Hauptgrund, weshalb viele Menschen die hohen Kosten einer IPL- oder Laser-behandlung auf sich nehmen. Je nach Methode ist nach 8 bis 30 Sitzungen das Endergebnis dauerhaft. Wer Kosten von Rasierern oder Enthaarungscremes auf ein Leben lang hochrechnet, wird – je nach Produkt – vermutlich aber in einer ähnlichen Preisklasse landen können.

Fragen und Antworten rund um das Thema Haarentfernung

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Fazit

Die beste Methode zur Haarentfernung gibt es nicht!
Haarentfernungsmethoden gibt es einige. Wer seine eigene Schmerzempfindlichkeit, Aufwand und Zahlungsbereitschaft abwägt, wird schnell die passende Enthaarungsmethode für sich entdecken. Eins kann sich dabei in der Regel gemerkt werden: Je länger die Haltbarkeit, desto höher die Kosten.
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