Tabletten gegen Pickel

Der Leidensdruck durch Pickel ist nicht zu unterschätzen. Verständlicherweise suchen Betroffene nach schneller Abhilfe und sind leicht bereit, mit der chemischen Keule zuzuschlagen und die massiven Nebenwirkungen einfach zu ignorieren. Aber ist die eigene Gesundheit nicht ein zu hoher Preis für schöne Haut? Von Antibiotika gegen die Entzündung über retinoidhaltige Tabletten zur Hemmung der Talgproduktion oder die Antibabypille, die massiv in den Hormonhaushalt eingreift – all diese Tabletten gegen Pickel versprechen schnellen Erfolg und bekämpfen tatsächlich nur die Symptome. Für eine langfristig gesunde Haut muss der Hebel aber bei den Ursachen angesetzt werden.

Oft Ursache Nr. 1: Falsche Ernährung

Allein durch eine konsequent gesunde Ernährung werden Pickel oft zum Abklingen gebracht. Wenn genügend Vitamine, Mineralien und Spurenelemente im Körper vorhanden sind, sinkt die Entzündungsbereitschaft der Haut.

Nahrungsergänzungsmittel zur Erhaltung normaler Haut können dabei sehr hilfreich sein, aufgrund ihrer enthaltenen Mikronährstoffe, Vitamine und Pflanzenstoffe. Jedoch ist dabei stets auf die richtige Zusammensetzung und Dosierung zu achten. Bei SOLVISAN sind Zink, Biotin und Selen hochdosiert für die Haut und werden ergänzt um Pflanzenstoffe wie OPC, Kurkuma und Mariendistel.

Täglich Obst und Gemüse der Saison, möglichst aus der Region und in Bio-Qualität, verbessern oft auch schon das Hautbild. Auf exotische Früchte, Schweinefleisch, Milch und Milchprodukte sollte verzichtet werden, auch Zitrusfrüchte werden oft nicht gut vertragen. Empfehlenswert sind Gemüse, die durch die enthaltenen Senföle von innen heraus antibakteriell wirken: Kohl, Rettich, Kresse (Gartenkresse, Brunnenkresse, Kapuzinerkresse), Rettich, Meerrettich und Brokkoli. Die tägliche Einnahme von ein bis zwei Teelöffeln Leinöl wirkt stark entzündungshemmend und versorgt den Körper mit wichtigen Omega 3-Fettsäuren. Sehr gesund sind Haferflocken wegen ihres hohen Gehalts an Mineralien und B-Vitaminen, die für eine gesunde Haut und schönes Haar unverzichtbar sind.

Ein großes Thema: Süßigkeiten

Zucker löst kurz einen Energieschub im Körper aus, danach fühlt man sich noch müder und ist oft noch schlecht gelaunt. Viele Süßigkeiten und süße Getränke führen nach kurzer Zeit zur Übersäuerung des Körpers. Keinesfalls sollte auf zuckerfreie Produkte ausgewichen werden, wir wollen unseren Körper nicht zur Chemiemüll-Deponie machen. Die Übersäuerung zeigt sich anfangs durch Müdigkeit und Konzentrationsschwäche, der Hormonhaushalt wird ungünstig beeinflusst und die gesunden Darmbakterien nehmen Schaden.

Zwischen Pickeln und Hormonen besteht ein enger Zusammenhang, auch eine schlechte Darmflora hat negative Auswirkungen auf die Haut. Sehr gut zur Entsäuerung sind morgens ein bis zwei Esslöffel Obstessig auf ein Glas Mineralwasser, nüchtern getrunken. Oft wird der Heißhunger auf Süßes durch einen Mangel an Bitterstoffen in der Nahrung ausgelöst. Im Mittelalter wurden noch viele bittere Kräuter und Salate gegessen, da man wusste, dass diese Säure im Körper neutralisieren können und gut für die Verdauung sind.

Heute ist bitter nicht mehr die gefragteste Geschmacksrichtung, obwohl wir bitter schmeckende Pflanzen wegen ihres Gehalts an lebenswichtigen Inhaltsstoffen und ihrer entgiftenden Wirkung dringend brauchen würden. Manchmal sendet der Körper ein falsches Signal: Wenn er bitter meint, verlangt er süß. Bittere Kräuter wie Wermut, Tausendgüldenkraut oder Schafgarbe als Tee kann das Verlangen nach Süßem stark reduzieren oder ganz stoppen. Es gibt auch gute Fertigprodukte wie Heidelberger 7 Kräuter-Stern oder Bitterstern-Tropfen. Manche Kräuter, vor allem Schafgarbe, wirken auch ausgleichend auf das Hormonsystem und können hormonell bedingte, zu starke Talgproduktion der Haut verhindern.

Eine wenig beachtete Ursache für Pickel: Der Darm

Die meisten Menschen mit Hautproblemen haben auch Verdauungsprobleme. Durch falsche Ernährung und Medikamente werden die nützlichen Darmbakterien geschädigt oder reduziert, was sich unmittelbar auf die Haut auswirkt. Wird die gesunde Darmflora mit Hilfe von Milchsäurebakterien wieder aufgebaut, kann das Pickelbildung reduzieren. Dazu braucht man keine teuren Produkte. Milchsäurebakterien sind reichlich in rohem Sauerkraut enthalten (ein bis zwei Esslöffel pro Tag), auch in Naturjoghurt (bevorzugt türkischer Herkunft). Zusätzliche Einnahme von Bierhefe kann die Abheilung noch beschleunigen.

Fazit: Ernährung ist nur eine Gewohnheit. Es ist anfangs immer schwierig, schlechte Gewohnheiten abzulegen. Die Mühe wird nicht nur mit gesunder Haut belohnt, sondern gleichzeitig mit deutlich verbesserter körperlicher und geistiger Fitness.

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