Unsere Haut wird jeden Tag aufs neue auf die Probe gestellt. Täglich muss sie freien Radikalen standhalten. Nicht nur äußerliche, sondern auch innerliche Einflüsse, können zu Hautunreinheiten führen. Verstopfte Poren sorgen für ein unruhiges Hautbild. Obwohl wir so viel Platz an anderen Körperstellen hätten, gehört das Gesicht zum Lieblingsort, an dem gerne Pickel verweilen. Aber nicht nur Pickel gehören zu den ungebetenen Gästen, sondern auch Mitesser.

Als Mitesser bezeichnet man die schwarzen oder weißen Punkte, die sich, genauso wie Pickel, gerne in der sogenannten T-Zone (Stirn, Nase und Kinn) im Gesicht ansammeln.

Am besten ist es die Mitesser gar nicht erst entstehen zu lassen. Aber sind sie einmal da, bekommt man sie nicht so schnell wieder weg. Was also tun? Einfach radikal vorgehen und ausdrücken oder doch lieber der Gang in die Apotheke?  Muss guter Rat immer teuer sein?

Die besten Tipps gegen Mitesser bekommst du hier bei uns.

Was genau ist eigentlich ein Mitesser?

Verstopfen die Talgdrüsenfollikel, kann der Talg nicht mehr abfließen und dadurch entstehen die Mitesser.

Es gibt zwei verschiedene Arten von Mitessern: 

  1. Blackhead sind die kleinen schwarzen oder braunen Pünktchen. Sie sind offene Mitesser. Ihre dunkle Farbe verdanken sie den Melaninpigmenten. Sie lagern sich im Pfropfen ab, der die Poren verstopft und reagieren dann mit dem Sauerstoff in der Luft.
  2. Whitehead hingegen sind die weißen Pünktchen. Sie sind geschlossene Mitesser. Sie befinden sich unter der Haut und schimmern nur leicht durch.

So verlockend es auch zu sein scheint, drücke diese kleinen Teufel nicht einfach brutal heraus. Du kannst damit mehr Schaden anrichten, als es dir Nutzen wird.

Beim Drücken können nicht nur unschöne Hautrötungen entstehen, sondern umliegende Bakterien können in die Wunde mit herein gedrückt werden und der Mitesser kann sich sogar entzünden.  Des weiteren kann es passieren, dass beim Drücken die Bakterien noch tiefer in die Hautschicht gelangen und es kann ebenfalls eine böse Entzündung geben.

Muss guter Rat teuer sein?

Die Antwort hierauf lautet: definitiv nein!

Natürlich ist ein Gang in die Apotheke, um sich ein passendes Produkt gegen Mitesser zu holen, nicht verkehrt. Aber es ist nicht zwingend erforderlich. Im Drogeriemarkt bekommst du für kleines Geld durchaus gute Produkte, mit einem wirklich zufriedenstellendem Ergebnis.

Falls du ein sehr umweltbewusster und naturliebender Mensch bist, gibt es auch durchaus auch Hilfsmittel im Reformhaus oder aber im Internet.

Wenn du lieber kein Geld für solche Kosmetika ausgeben möchtest, kannst du auch auf Hausmittel zurückgreifen. Zu den bekanntesten Haushaltstipps gehören Natron, Teebaumöl, rohe Eier und Honig..  Bist du ein kreativer Mensch, kannst du dir sogar Masken oder ein Peeling selbst zusammenbrauen. Besonders beliebt sind Papaya-Mehl Masken und das Meersalz-Milch Peeling.

Ist dir das alles zu aufwendig und möchtest lieber zu einfachen Hausmitteln zurückgreifen, hier ein paar Anleitungen zur richtigen Anwendung.

Hausmittel gegen Mitesser

1. Natron

Zur Entfernung der Mitesser, verwende nur reines Natron und kein übliches Backpulver. Es wird wie ein Peeling angewandt. Stelle zunächst aus dem Natron eine Paste her, indem du ein Teelöffel Natron mit zwei Teelöffeln destilliertem Wasser vermischst. Nun kannst du die Paste im Gesicht auftragen und sanft mit kreisenden Bewegungen einmassieren und anschließend mit warmen Wasser abwaschen.

2. Teebaumöl

Teebaumöl ist vielleicht nicht gerade das Hausmittel, welches jeder in seinem Schrank stehen hat, sollte aber mit zur Grundausstattung hinzugefügt werden. Teebaumöl ist ein kleines Wundermittel, dass für viele Wehwehchen gut und gerne eingesetzt werden kann. Aufgrund seiner antibakteriellen und entzündungshemmenden Wirkungsweise ist es bestens als Hilfsmittel beim Kampf gegen Mitesser geeignet. Die Anwendung ist ganz simpel. Einfach punktuell das Teebaumöl in unverdünnter Form mit Hilfe eines Wattestäbchens auf den Mitesser auftragen und sich in Geduld üben.

3. Rohe Eier

Trenne hierzu das Eigelb vom Eiweiß. Das Eiweiß steif schlagen und als Maske im Gesicht auftragen. Fertig.

4. Honig

Honig hat eine entzündungshemmende Wirkung. Auch Honig kann zum entfernen von Mitessern genutzt werden. Wichtig hierbei ist, dass es sich um einen qualitativ hochwertigen Honig handelt. Benutze als Maske also keinen Honig der wärmebehandelt wurde.

Wenn dir diese Tipps aus Omas Trickkiste gegen Mitesser zu suspekt sind, ist der Gang zum Drogeriemarkt empfehlenswert.

Der Gang zum Drogeriemarkt – Nasenpflaster oder lieber Peeling?

Egal ob du dich für ein Nasenpflaster oder ein Peeling beim Einsatz gegen Mitesser entscheidest, sie eignen sich beide sehr gut um die Unruhestifter in deinem Gesicht zu entfernen.

Bevor du nun mit der Anwendung von einem der beiden Produkten beginnst, musst du deine Hände und dein Gesicht gründlich reinigen. Besonders empfehlenswert ist es vor den Anwendungen, ein Dampfbad zu inhalieren oder nach der Dusche. Die Poren öffnen sich durch die Hitze und die Mitesser können noch gründlicher entfernt werden.

5. Nasenpflaster

Der Kostenpunkt liegt hier so zwischen ca. 3 – 10 Euro je nach Hersteller.

Ganz wichtig hierbei ist, dass du die Stellen, wo du das Pflaster platzieren möchtest, sehr gut anfeuchtest. Ist die Stelle nicht feucht genug, kann das Pflaster nicht richtig haften und nicht seine volle Wirkung entfalten.

Lege nun die Pflaster auf die entsprechenden, zu behandelnden Stellen und drücke sie fest an. Streiche eventuelle Luftbläschen von innen nach außen heraus und warte ca. 15 min bis das Pflaster hart geworden ist.

Nach Ablauf der Wartezeit, kannst du das Pflaster vorsichtig von außen nach innen abziehen und kleine Reste vom Pflaster mit warmen Wasser abwaschen. Das Ergebnis findest du im Pflaster und wird dich wahrscheinlich etwas ekeln und gleichzeitig aber auch positiv erfreuen.

6. Peeling

Auch Peelings eignen sich hervorragend, um die lästigen Mitesser los zu werden. Generell ist ein wöchentliches Peeling neben deiner alltäglichen Gesichtspflege ratsam. Am besten geeignet sind Peelings mit feinen Mikroperlen und in cremiger Form. Nicht nur der Pfropf im Gesicht wird sanft entfernt, sondern auch Talg und sonstiger überschüssiger Schmutz.Dein Gesicht muss wie beim Nasenpflaster gut angefeuchtet sein. Dann kannst du das Peeling aufs Gesicht auftragen und mit sanften, kreisenden Bewegungen einmassieren.

Dabei werden die Mitesser entfernt. Anschließend spülst du dein Gesicht gründlich mit Wasser ab. Du wirst positiv erstaunt sein, wie seidig glatt sich deine Haut nun anfühlt.

Für welches dieser Tipps gegen Mitesser du dich auch entscheidest, übe dich in Geduld. Nicht immer wird es dir gleich nach der ersten Anwendung gelingen alle Mitesser zu entfernen. Das ist aber nicht weiter schlimm und völlig normal. Wiederhole die Anwendungen solange bis du mit dem Ergebnis zufrieden bist. Achte nur darauf, je nachdem für welche Methode du dich entscheidest, du deiner Haut eine gewisse Pause gönnen musst, um sie nicht zu sehr zu strapazieren und Hautrötungen zu vermeiden. Beispielsweise beim Nasenpflaster sollten 3 Tage zwischen den Anwendungen liegen. Deine Geduld wird sich positiv auszahlen.

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